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GenAI4PC: Wie künstliche Intelligenz Kreativität und Lernen verändert

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GenAI4PC: Wie künstliche Intelligenz Kreativität und Lernen verändert

ChatGPT beantwortet Fragen in Sekunden, erstellt Texte und entwickelt Ideen. Aber fördert KI tatsächlich Kreativität?

Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich das Projekt „GenAI4PC“ der Universität Paderborn. Die Forschenden untersuchen, wie Menschen mit generativer KI interagieren, welche Auswirkungen die Technologie auf Lern- und Kreativitätsprozesse hat und wie ihr Potenzial in Bildung und Gesellschaft sinnvoll genutzt werden kann.

 

Kreativität zwischen Erwartung und Realität

Ein zentraler Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Untersuchung menschlicher Kreativität im Zusammenspiel mit generativer KI. Im Rahmen eines eigens entwickelten „Creativity Assessments“ analysierten die Forschenden, ob KI tatsächlich zu kreativeren Lösungen führt. Die Studien wurden mit einer heterogenen Teilnehmergruppe durchgeführt und umfassten sowohl Studierende als auch Schülerinnen und Schüler sowie Teilnehmende aus der breiten Öffentlichkeit.

Die bisherigen Ergebnisse zeichnen ein differenziertes Bild. Entgegen der häufig geäußerten Erwartung führte der Einsatz generativer KI nicht automatisch zu kreativeren Ergebnissen. Bei Studierenden und erwachsenen Teilnehmenden konnten keine signifikanten Verbesserungen der individuellen Kreativität festgestellt werden. Bei Grundschulkindern zeigten sich sogar schwächere Ergebnisse bei der Nutzung generativer KI. Die Untersuchungen deuten darauf hin, dass insbesondere ein unstrukturierter Einsatz der Technologie das kreative Potenzial nicht automatisch steigert.

Gleichzeitig liefern die Ergebnisse wichtige Ansatzpunkte für zukünftige Forschungsarbeiten. Im Fokus steht dabei die Frage, wie Mensch und KI besser zusammenarbeiten können. Untersucht werden beispielsweise geeignete Prompting-Strategien, neue Interaktionsmechanismen sowie unterschiedliche Darstellungsformen von KI-Antworten, um kreative Prozesse gezielt zu unterstützen.

 

KI-Kompetenz fördern und Anwendungen erlebbar machen

Neben der Kreativitätsforschung spielt der Wissenstransfer eine zentrale Rolle im Projekt. Dafür entwickelte das Team ein didaktisches Konzept, das Kindern die Funktionsweise von Sprachmodellen und Chatbots auf verständliche Weise vermittelt und gleichzeitig Chancen sowie Risiken generativer KI aufzeigt. Das Konzept wurde bereits an mehreren Paderborner Grundschulen erprobt und bildet eine Grundlage für einen reflektierten Umgang mit der Technologie.

Ergänzt wird dieser Ansatz durch verschiedene Demonstratoren. Der „GenAI Study Mentor“ unterstützt Studierende bei der Aufbereitung von Lerninhalten, der Wissenskontrolle und der Prüfungsvorbereitung. Mit dem „GenAI Game Creator“ können Besucherinnen und Besucher des Heinz Nixdorf MuseumsForums über natürlichsprachliche Eingaben eigene Computerspiele erstellen und direkt ausprobieren. Beide Anwendungen zeigen praxisnah, wie generative KI Lernen und Kreativität unterstützen kann.

 

Potenziale für Bildung und Gesellschaft

Die Ergebnisse des Projekts verdeutlichen, dass der Nutzen generativer KI weniger in der automatischen Erzeugung kreativer Lösungen liegt als vielmehr in der Gestaltung einer effektiven Mensch-KI-Interaktion. Gleichzeitig zeigen die entwickelten Demonstratoren und Bildungsangebote, wie sich die Technologie sinnvoll in Lern- und Arbeitsprozesse integrieren lässt.

GenAI4PC liefert damit nicht nur neue wissenschaftliche Erkenntnisse zum Einfluss generativer KI auf Kreativität und Lernen, sondern auch konkrete Ansätze, um den verantwortungsvollen und zielgerichteten Einsatz dieser Technologien in Bildung und Gesellschaft zu fördern.