Referenzprojekt

Archiblend

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Archiblend – Harmonisierte Modellierung von Produkt- und Unternehmensarchitekturen für KMU

Das Projekt Archiblend entwickelt eine gemeinsame Modellierungssprache und KI-gestützte Methoden, um Produkt- und Unternehmensarchitekturen miteinander zu verknüpfen und ihre gegenseitigen Abhängigkeiten sichtbar zu machen.

Archiblend – Harmonisierte Modellierung von Produkt- und Unternehmensarchitekturen für KMU

Referenzbeschreibung

Motivation & Problemstellung

Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, zwei grundlegend verschiedene, aber eng miteinander verknüpfte Systeme parallel zu gestalten: ihre Produkte und ihre Organisation. In der betrieblichen Praxis werden diese Systeme jedoch häufig in getrennten Modellen, Methoden und Zuständigkeiten entwickelt — das Produktentwicklungsteam arbeitet mit MBSE-Werkzeugen und SysML-Modellen, während Unternehmensstrategen und IT-Architekten Enterprise-Architecture-Frameworks wie TOGAF und Modellierungssprachen wie ArchiMate nutzen. Diese methodische Trennung führt dazu, dass wechselseitige Abhängigkeiten zwischen Produkt- und Unternehmensarchitektur unsichtbar bleiben und Entscheidungen auf beiden Seiten ohne ausreichendes Wissen über ihre jeweiligen Konsequenzen getroffen werden.

Projektziele und Lösungsansatz

Das Ziel des Projektes Archiblend besteht darin, die Wechselwirkungen zwischen Produkt- und Organisationsgestaltung systematisch sichtbar zu machen: Welchen Einfluss hat die Architektur eines Produktes auf Strukturen, Prozesse und die Zusammenarbeit im Unternehmen — und wie prägen umgekehrt strategische Entscheidungen die Produktgestaltung? Um diese Abhängigkeiten nicht nur zu verstehen, sondern auch handhabbar zu machen, wird im Rahmen von Archiblend eine harmonisierte Modellierungssprache mit zugehörigem Metamodell entwickelt, die beide Perspektiven erstmals in einem gemeinsamen Modell vereint. Ergänzend dazu entstehen KI-gestützte Methoden, die Unternehmen bei der Planung und Analyse dieser integrierten Sicht unterstützen. KMU erhalten damit ein durchgängiges Instrument, um Produkt und Organisation kohärent weiterzuentwickeln.

Fördervolumen

ca. 1,2 Millionen €

Ziele
• Referenzmodell der Arbeitsorganisation der Produktentwicklung
• Framework für Harmonisierte Produkt- und Unternehmensmodellierung (Metamodell & Sprache, Stakeholder-View Katalog, Methodik)
• Implementation der neuen Modellierungssprache in ein State of the Art Enterprise Architecture Management Tool (ADOIT von BOC)
• Strukturierter Katalog für KI-Anwendungsfälle im EAM
• Pilotierung von KI-Use Cases bei den Anwendungspartnern
• Change Management- und Transferformate

Laufzeit:

11/2025 bis 10/2028

Beteiligte Partner:

Fraunhofer IEM
BOC Information Technologies Consulting GmbH
Venjakob Maschinenbau GmbH & Co. KG
MIT Moderne Industrietechnik GmbH & Co. KG

Dominik Kürpick

Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM
Zukunftsmeile 1
33102 Paderborn