Referenzprojekt

ENGAGE-KI

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ENGAGE-KI – Leistungsoffensive für KI im Ingenieursalltag des Mittelstands

ENGAGE-KI beschleunigt den praxisnahen Einsatz von assistierender, automatisierter und physischer KI im Engineering des industriellen Mittelstands und stärkt zugleich die dafür nötige Anwendungs- und Transformationskompetenz.

ENGAGE-KI – Leistungsoffensive für KI im Ingenieursalltag des Mittelstands

Referenzbeschreibung

Ausgangssituation

Obwohl KI erhebliche Potenziale für Produktivität, Qualität und Innovation im Engineering bietet, fehlt mittelständischen Unternehmen häufig ein systematischer Einstieg. Engineering-Wissen ist über Lastenhefte, Modelle, Spezifikationen, Datenbanken, Dokumentationen, Code und die Köpfe erfahrener Beschäftigter verteilt. Geeignete Daten, Schnittstellen, Kompetenzen und organisatorische Rahmenbedingungen sind oft nicht durchgängig vorhanden. Dadurch bleiben repetitive, dokumentations- und analyseintensive Aufgaben manuell; zugleich drohen Abhängigkeiten von proprietären Lösungen und ein Verlust technologischer Souveränität.

Anwendungsfälle und verbesserte Prozesse

ENGAGE-KI adressiert KI-basiertes Daten- und Wissensmanagement, assistierende KI in Form von Copiloten, automatisierte KI durch Agentensysteme sowie physische KI mit Fokus auf humanoide Robotik. Konkrete Einsatzfelder reichen von Markt- und Technologieanalysen, Requirements Engineering und Wissenszugriff über CAD-/CAE-nahe Aufgaben, Variantenbewertung, Fehler- und Patentanalysen, Reporting sowie Test und Validierung bis zur Planung, zum Anlernen und Absichern robotischer Systeme.

Umsetzung

In neun Arbeitspaketen verbindet ENGAGE-KI praxisnahe Erprobung, technische Entwicklung und Qualifizierung zu einem durchgängigen Transferansatz. Reale Engineering-Herausforderungen werden mit Unternehmensdaten in Proofs of Concept überführt und anhand von Bearbeitungszeit, Ergebnisqualität und Nutzerakzeptanz bewertet. Begleitende Demonstrations-, Lern- und Experimentierformate sorgen dafür, dass die gewonnenen Erkenntnisse systematisch aufbereitet und übertragbar gemacht werden.

Nutzen für Kunden und Anwender

Unternehmen erhalten einen durchgängigen Transferpfad von Inspiration über Exploration bis zur Kooperation. Sie können geeignete KI-Anwendungsfelder fundiert priorisieren, Lösungen mit eigenen Daten und in ihrer bestehenden Prozess- und Systemlandschaft testen und Kompetenzen „on the job“ aufbauen. Erwartete Effekte sind kürzere Bearbeitungs- und Entwicklungszeiten, weniger manuelle Such- und Routinetätigkeiten, bessere Ergebnisqualität, systematisch nutzbares Erfahrungswissen, transparentere Entscheidungen und mehr Freiraum für kreative Entwicklungsarbeit. Anbieteragnostische und möglichst Open-Source-basierte Bausteine stärken Wiederverwendbarkeit, Skalierbarkeit und technologische Souveränität.

Ergebnisse

ENGAGE-KI schafft eine praxiserprobte Grundlage, mit der mittelständische Unternehmen KI-Potenziale im Engineering erkennen, bewerten und in die Anwendung überführen können. Demonstratoren, Unternehmenssprints, technische Lösungsbausteine sowie Lern- und Experimentierangebote greifen dabei ineinander: Sie machen KI-Lösungen anschaulich, belegen ihren Nutzen im konkreten Unternehmenskontext und erleichtern die Übertragung auf weitere Prozesse und Betriebe. Die Erkenntnisse werden so aufbereitet, dass Unternehmen sowohl technologisch als auch organisatorisch anknüpfen und eigene KI-Vorhaben souverän weiterentwickeln können. Erste Proofs of Concept entstehen bereits, etwa zur KI-gestützten Angebotserstellung bei WP Kemper und zum wissensgraphbasierten Requirements Engineering bei Kraft Maschinenbau.

Bezug zu Engineering Automation und zum Leistungszentrum

ENGAGE-KI verbindet KI direkt mit der Automatisierung und Unterstützung zentraler Engineering-Aufgaben entlang des Produktlebenszyklus. Das Leistungszentrum Engineering Automation dient als Transfer-, Demonstrations- und Erprobungsumfeld: Dort werden Referenzlösungen, technische Infrastruktur und Transformationswissen gebündelt und für weitere mittelständische Unternehmen zugänglich gemacht.

Laufzeit:

01.06.2026 bis 31.12.2026 (7 Monate)

Beteiligte Partner:

Fraunhofer IEM

it’s OWL

Christian Kürpick

Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM
Zukunftsmeile 1
33102 Paderborn